Altersvorsorge

Altersvorsorge

Die private Altersvorsorge wird immer wichtiger.

Die gesetzliche Rente ist nur eine Grundversorgung. Wer sich allein auf die gesetzliche Rente verlässt, der gerät im Rentenalter in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten. Heute gibt es verschieden Wege die private Altersvorsorge aufzubauen. Sie ist in drei verschiedene Schichten aufgebaut.

Altersvorsorge hier vergleichen!

1. Schicht: Basisversorgung

  • Gesetzliche Rentenversicherung
  • Beamtenversorgung
  • Landwirtschaftliche Alterskassen
  • Berufsständische Versorgung
  • Private Basisvorsorge / Rürup-Rente

2. Schicht: Zusatzversorgung

  • Betriebliche Altersvorsorge
  • Riester-Rente

3. Schicht: private Vorsorge

  • Private Kapital- und Rentenversicherungen. Sie müssen nicht zwingend zur Altersvorsorge genutzt werden.

Die verschiedenen Schichten der Altersvorsorge bieten verschiedene Vor- und Nachteile.

Die Basisversorgung oder auch Rürup-Rente bietet ein sehr gute steuerlich Absetzbarkeit der Beiträge (in 2011 können 72 % der eingezahlten Beiträge steuerlich geltend gemacht werden, dieser Wert steigt bis 2025 jedes Jahr um weiter 2 % an), sie ist nicht beleihbar, übertragbar oder verpfändbar, kann dafür innerhalb der Freibeträge aber auch nicht gepfändet werde. Im Rentenalter unterliegen die Renten der vollen nachgelagerten Besteuerung.

In der Zusatzversorgung wir zwischen der betrieblichen Altersversorgung und der Riester-Rente unterscheiden.

Die betriebliche Altersversorgung tritt als arbeitgeberfinanzierte und als arbeitnehmerfinanzierte Variante auf. Der besondere Vorteil hier ist, dass die Beiträge aus dem „Brutto“ gezahlt werden. Auf die Beiträge fallen bis zu bestimmten Obergrenzen (4 % der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung West, in 2011 220 € mtl.) keine Sozialabgaben und keine Steuern an. Darüber hinaus gibt es für weiter 1800 € pro Jahr die Möglichkeit die Beiträge steuerfrei einzuzahlen. Die Renten werden ebenfalls nachgelagert voll besteuert und es müssen Krankenversicherungsbeiträge entrichtet werden.

Die Riester-Rente oder auch Zulagenrente bietet die Möglichkeit bis zu 2100 € pro Jahr als Sonderausgaben steuerlich geltend zu machen. Wer 4 % seines sozialversicherungspflichtigen Vorjahresbruttojahreseinkommen abzgl. der Zulagen spart erhält jährlich attraktive staatliche Zulagen. Es gibt eine Grundzulage von 154 € p.a. und eine Kinderzulage von 185 € für vor 2008 geborene und 300 € für nach 2008 geborene Kinder. Die Renten werden voll nachgelagert besteuert. Es besteht die Möglichkeit bis zu 30 % des Kapitals als Einmalbetrag zu entnehmen.

Die private Altersvorsorge unterliegt keiner steuerlichen Förderung der Beiträge. Dafür müssen im Rentenalter nur die Erträge der Kapitalanlage versteuert werden. Unter bestimmten Voraussetzungen wird sogar nur die Hälfte der Erträge versteuert. Dies betrifft überwiegend versicherungsvertragliche Lösungen. Hier muss eine Laufzeit von 12 Jahren und ein Mindestendalter von 60 Jahren eingehalten werden. Verträge zur privaten Altersvorsorge können frei gestaltet werden. Den genauen Prozentwert der Besteuerung entnehmen sie dem §22 EStG.