Private Pflegeversicherung

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Die Vorteile der Privaten Pflegezusatzversicherung im Überblick:

    • Versorgungslücken durch zu geringe Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung werden geschlossen
    • Sicherheit, im Falle einer plötzlichen Pflegebedürftigkeit optimal abgesichert zu sein
    • Schutz des Angesparten, der Rente und der Angehörigen vor langjährigen finanziellen Verpflichtungen
    • Beiträge können als Vorsorgeaufwendungen über die gesamte Laufzeit hinweg steuerlich geltend gemacht werden
    • Seit 2013 staatliche Förderung der privaten Pflegeversicherung möglich (Pflege-Bahr)

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Pflegeversicherung – im Alter gut versorgt

Seit 1995 gilt die Pflegeversicherung als Pflichtversicherung und ist fester Bestandteil der Sozialversicherung. Während gesetzlich Versicherte über die jeweilige Krankenkasse pflegeversichert sind, haben freiwillig gesetzlich Versicherte die Möglichkeit, innerhalb von drei Monaten nach Beginn der Mitgliedschaft auf Antrag in die private Pflegeversicherung zu wechseln. Wer privat versichert ist, schließt die Pflegeversicherung in der Regel über die gewählte Krankenversicherung ab. Sinn und Zweck der Pflegeversicherung ist es, im Falle einer plötzlichen Pflegebedürftigkeit die finanziellen Folgen abzumildern. So zahlt die Pflegeversicherung je nach ermittelter Pflegestufe einen Maximalbetrag von 1.550 Euro, in Härtefällen bis zu 1.918 Euro pro Monat. Da die gesetzliche Grundsicherung in den meisten Fällen jedoch nicht ausreichend ist und lediglich einen Teil der Kosten für die häusliche oder stationäre Pflege abdeckt (ein Heimplatz kostet bis zu 4.000 Euro monatlich), ist es wichtig, die finanziellen Versorgungslücken durch private Vorsorgemaßnahmen in Form einer Pflegezusatzversicherung zu schließen. Die private Zusatzversicherung mindert das Risiko hoher Zuzahlungen durch den Pflegebedürftigen bzw. dessen Angehörige und trägt somit einen entscheidenden Beitrag dazu bei, im Alter oder bei einer plötzlichen Pflegebedürftigkeit gut versorgt zu sein.

Private Pflegezusatzversicherungen im Überblick

Im Falle einer Pflegebedürftigkeit kann das Risiko hoher privater Zuzahlungen durch eine private Pflegezusatzversicherung deutlich abgefangen werden. Bei den Versicherungsangeboten lassen sich dabei drei Arten der Privaten Pflegeversicherung unterscheiden:

  • 1. Pflegerentenversicherung
  • 2. Pflegekostenversicherung
  • 3. Pflegetagegeldversicherung

1. Pflegerentenversicherung

Die Pflegerentenversicherung wird als Lebensversicherung angeboten und zahlt im Falle einer Pflegebedürftigkeit des Versicherungsnehmers eine monatliche Rente. Der entscheidende Vorteil der Pflegerentenversicherung liegt in ihrer Flexibilität, denn nicht nur die Rentenhöhe für jede Pflegestufe kann vom Versicherungsnehmer frei bestimmt werden, auch das Aussetzen von Beitragszahlungen ist möglich.

2. Pflegekostenversicherung

Bei der Pflegekostenversicherung übernimmt die Versicherung im Falle einer Pflegebedürftigkeit die Kosten, die nach Vorleistung der gesetzlichen oder privaten Pflichtversicherung noch verbleiben. Hier können unterschiedliche Leistungen und Höchstbeiträge im Versicherungsvertrag festgelegt werden. Anders als bei der Pflegerentenversicherung wird demnach kein fester Betrag gezahlt, sondern vielmehr wird die Differenz zwischen den anfallenden Pflegekosten und den Leistungen der gesetzlichen Pflichtversicherung übernommen. Somit stellt diese Form der Zusatzversicherung eine sinnvolle Ergänzung der gesetzlichen Pflegeversicherung dar und ermöglicht es, dass bis zu 100 Prozent der nicht gedeckten Kosten übernommen werden. Voraussetzung ist dabei aber zu jeder Zeit, dass die Versicherungsleistungen mit entsprechenden Rechnungen belegt werden.

3. Pflegetagegeldversicherung

Die beliebteste Form der Privaten Pflegezusatzversicherung ist die Pflegetagegeldversicherung. Im Falle einer Pflegebedürftigkeit wird im Rahmen dieser Versicherung ein vereinbarter Geldbetrag für jeden Pflegetag gezahlt – und das, unabhängig von den tatsächlichen Kosten für die Pflege. Wer sich als Versicherungsnehmer für modular aufgebaute und flexible Tarife entscheidet, profitiert dabei von einer Zusatzversicherung, die optimal an die jeweiligen Kundenbedürfnisse angepasst ist. Darüber hinaus finden sich zudem Pflegetagegeldversicherungen mit keinen oder nur wenigen Gesundheitsfragen, die besonders für Versicherungsnehmer mit Vorerkrankungen interessant sind.

Pflege-Bahr – Private Vorsorge seit 2013 staatlich gefördert

Durch das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG) vom Oktober 2012 wird die Private Pflegeversicherung seit dem Jahr 2013 staatlich gefördert. Die Pflegevorsorge-Zulage, auch Pflege-Bahr genannt, soll den Anreiz erhöhen, privat für den Fall einer Pflegebedürftigkeit vorzusorgen. Anspruch auf eine Zulage in Höhe von monatlich 5 Euro haben all diejenigen, die einen Beitrag von mindestens 10 Euro monatlich in eine förderfähige private Pflegezusatzversicherung investieren. Somit ist eine staatliche Zulage von jährlich 60 Euro möglich.