Unfallversicherung

Unfallversicherung

Die Vorteile einer Unfallversicherung im Überblick:

  • hohe Kapitalleistung bei bleibender Invalidität
  • ggf. Unfallrente
  • Kostenübernahme für Bergungskosten oder kosmetische Operationen
  • finanzielle Sicherheit

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Die private Unfallversicherung – eine lohnenswerte Absicherung

Grundsätzlich ist es bei der Unfallversicherung so, dass zwischen den gesetzlichen Leistungen und denen einer privaten Unfallversicherung unterschieden werden muss. Wie die gesetzliche Unfallversicherung genau greift und geregelt ist, steht im SGB VII. Der größte und gravierendste Unterschied zur privaten Unfallversicherung ist, dass die gesetzlichen Leistungen nur bei Arbeits-, Schul- und Wegunfällen greift. Das bedeutet faktisch, dass nur rund jeder fünfte Unfall davon abgedeckt wird. Weiterhin gilt die gesetzliche Absicherung einer Unfallversicherung beispielsweise nicht für Selbstständige und Hausfrauen. Mit einer privaten Unfallversicherung kann nun ein Fangnetz installiert werden, das auch in all den Situationen greift, die von der gesetzlichen Unfallversicherung nicht abgedeckt werden. So lassen sich im Versicherungsfall Einkommensausfälle durch Invalidität kompensieren. Ein weiterer wichtiger Punkt bei einer privaten Unfallversicherung ist, dass damit auch die eigene Lebensqualität mitversichert werden kann. Neben einer hohen Kapitalleistung bei bleibender Invalidität, einer möglichen Unfallrente, der Kostenübernahme für Bergungskosten und für kosmetische Operationen sowie einer grundsätzlichen finanziellen Sicherheit, wird durch eine private Unfallversicherung auch die eigene Lebensqualität, der Lebensstandard, versichert und die Invalidität bemessen.

Die Invaliditätsbemessung

Die Bemessung der Invalidität wird über verschiedene Grade ausgedrückt, die nicht mehr nur noch nach Einschränkung für Arbeit und Beruf unterscheiden, wie es noch bis 1988 der Fall war, sondern auf die grundlegenden körperlichen und geistigen Leistungen eingehen und diese in Zahlen übersetzen. Der Invaliditätsbemessung liegt in zahlreichen Fällen (mehr als 80%) die sogenannte Glieder- oder Invaliditätstaxe zu Grunde, die für die jeweils versehrten Körperstellen Invaliditätsgrade bestimmt. Sind nach einem Unfall nicht sichtbare Stellen betroffen (z.B. Organe) und eine Invalidität nicht innerhalb der Gliedertaxe einfach festzustellen, so kommt es innerhalb der Unfallversicherung zu einer allgemeinen Einschätzung des Beeinträchtigungsgrades durch einen Arzt.

Unfallversicherung mit Renten- oder Kapitalleistung

Eine Unfallversicherung kann im Versicherungsfall eine sofortige lebenslange Rente bedeuten, sie kann aber auch eine Kapitalleistung darstellen. Spezielle Versicherungsmodelle lassen aber auch die Kombination beider Möglichkeiten zu.

Rentenleistung

Im Einzelnen betrachtet bedeutet eine Rentenleistung, dass mit dem Invaliditätsfall, der in der Regel auf 50% Invalidität festgeschrieben ist, die Versicherung greift und die regelmäßigen Rentenzahlungen zur Absicherung des Lebensunterhalts einsetzen. Die Rentenleistung einer Unfallversicherung ist aus steuerlicher Hinsicht reizvoll, da nur der Ertragsanteil versteuert werden muss. Das heißt beispielsweise für den Versicherungsfall mit 40 Jahren, dass 38% des Rentenbetrages steuerpflichtig sind, bei einem 60-jährigen wären es vergleichsweise 22% des Renteneinkommens.

Kapitalleistung

Eine Kapitalleistung durch die Unfallversicherung bringt mit sich, dass die Zinsen ohne Ermäßigungen versteuert werden müssen. Die Kapitalleistung ist im Gegensatz zur regelmäßigen Rentenzahlung auch den Unregelmäßigkeiten der Marktwirtschaftszyklen mit seinen Zinsschwankungen unterworfen. Die Kapitalleistung lohnt sich daher vor allen Dingen als Überbrückungsgeld zwischen Unfallzeitpunkt und Renteneintritt. Damit können die gravierendsten Gehaltseinbußen ausgeglichen werden und es fungiert als Schmerzensgeld, im Hinblick auf die Einschränkung der Lebensstandards und -qualität.

Rentenleistung und Kapitalleistung kombiniert, ergeben einen umfassenden Schutz durch die private Unfallversicherung. Schwere und bleibende Unfallschäden werden durch die regelmäßige Rente abgedeckt, während Kapitalleistungen bei Invaliditätsfällen ab 1% für angemessene Regulierung sorgen.

Unfallversicherung mit und ohne Progression

Die Höhe der Versicherungssumme lässt sich bei einer Unfallversicherung durch unterschiedliche Progressionsmodelle beeinflussen.

Eine Unfallversicherung ohne Progression zahlt im Versicherungsfall einen Betrag, der dem jeweiligen Invaliditätsgrad entspricht. Bei einer Versicherungsgrundsumme von 50.000 Euro können also maximal diese 50.000 Euro erhalten werden, wenn als Invaliditätsgrad 100% festgestellt werden. Der Verlust eines Fingers wird beispielsweise auf 10%, also 5.000 Euro beziffert, ein Auge mit 50% der Grundsumme entschädigt. Eine Unfallversicherung mit Progression ist dann zu empfehlen, wenn auch bei niedrigen Invaliditätsgraden hohe Beträge als Entschädigung bezogen werden sollen. Die festgelegte Grundsumme ist dafür natürlich in hohem Maße ausschlaggebend und sollte daher nicht unter dem Achtfachen des Jahresverdienstes liegen, um hier einen Anhaltspunkt für den Abschluss einer solchen Unfallversicherung ohne Progression zu geben.

Eine Unfallversicherung mit Progression empfiehlt sich vor allen Dingen für Berufsgruppen, bei denen die Gefahr besteht, bei einem Unfall einen hohen Invaliditätsgrad zu erleiden. Hierbei steigt entsprechend der Progressionsstaffel bei zunehmender Invalidität auch die Invaliditätsleistung. Es kann also eine niedrigere Unfallversicherungsgrundsumme vereinbart werden, wodurch Geld gespart werden kann. Beim Invaliditätsgrad gibt es als Schwellenwert 25%, bis zu dem entsprechend einer Unfallversicherung ohne Progression ausgezahlt wird. Ab dann steigen die Leistungen entsprechend der jeweils festgelegten Staffelung von beispielsweise 225%, 350% und 500% an. Die größtmögliche Leistung bei einem solchen Versicherungsmodell entspricht dann bei einem Invaliditätsgrad von 100% 225% der festgelegten Grundsumme, bei 50.000 Euro wären das 112.500 Euro. Kurz gesagt: Hohe Progression ermöglicht hohe Entschädigung, bei hohem Invaliditätsgrad. Bei niedrigen Invaliditätsgraden gibt es vergleichsweise zur Versicherung ohne Progression weniger.

Auch bei der Unfallversicherung mit Progression sollte die Grundsumme an das jeweilige Jahreseinkommen angepasst werden. Wird eine Progression von 225% gewählt, sollte die Grundsumme das Sechsfache des Jahreseinkommens betragen, bei einer Progression von 500% kann als Faustregel das vierfache Jahreseinkommen veranschlagt werden.

Einmalzahlung oder Unfall-Rente?

Eine Einmalzahlung als ausschließliche Unfallversicherung ist sicherlich nicht ausreichend, vor allen Dingen dann, wenn auch eine Familie vom Gehalt des Versicherten abhängig ist. Sämtliche monatliche Kosten zur Lebenshaltung müssen sofort nach Eintritt des Versicherungsfalles abgedeckt werden, was bei einer Einmalzahlung nur über einen begrenzten Zeitraum möglich ist. Daher empfiehlt sich die Kombination beider Versicherungsmodelle, um lang- und kurzfristig für unfallbedingte Erwerbsausfälle gewappnet zu sein.