Beitragsbemessungsgrenzen steigen in 2013

Das neue Jahr bringt große Veränderungen, über die es zu informieren gilt.
So werden im neuen Jahr die Beitragsbemessungsgrenzen in allen Bereichen der Sozialversicherung nach oben korrigiert. Grund für diese Veränderung ist die sehr gute Konjunktur in 2011. Sie hatte einen Anstieg des durchschnittlichen Bruttoeinkommens in Deutschland zur Folge. In den alten Bundesländern konnte ein Anstieg von 3,07% des Bruttoeinkommens verzeichnet werden. In den alten Bundesländern dagegen wurden die durchschnittlichen Bruttoeinkommen um 2,95% angehoben. Das Ergebnis dieses positiven Gehaltsentwicklung: die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen.

So wurde die Beitragsbemessungsgrenze im Bereich der Krankenversicherung vor allem für Gutverdiener heraufgesetzt. So wird diese von vormals 3.825 Euro pro Jahr auf 3.937,50 Euro heraufgesetzt. Dies entspricht einem Jahreseinkommen von 47.250 Euro. Zudem wurde die gesetzliche Versicherungspflichtgrenze von 4.237,50 Euro pro Monat auf 4.350 Euro heraufgesetzt. Bis zu dieser Grenze müssen Arbeitnehmer gesetzlich versichert sein und dürfen nicht zu einer privaten Krankenversicherung wechseln.

Auch im Bereich der Renten- und Arbeitslosenversicherung wurde die Beitragsgrenze nach heraufgesetzt. In den alten Bundesländern wird diese um 200 Euro auf nun 5.800 Euro pro Monat erhöht. In den neuen Bundeländern wird der Höchstbeitrag um 100 Euro auf 4.900 Euro pro Monat angehoben.  Alle Bürger und Bürgerinnen werden somit einer höheren Steuerbelastung ausgesetzt, die die Freude am Anstieg des durchschnittlichen Bruttoeinkommens relativiert.

Nichts desto trotz bieten sich Möglichkeiten, diese Mehrbelastung an Sozialbeiträgen zu umgehen: so zum Beispiel die betriebliche Altersvorsorge. Wer höhere Beiträge in diese Form der privaten Altersvorsorge einzahlt, kann bis zu 4% (dies entspricht umgerechnet 2.655 Euro) der Sozialabgaben einsparen. Abhängig vom Einkommen, macht sich diese Vorgehensweise am Ende durch eine attraktive Steuerersparnis bemerkbar.  Denn der deutsche Staat beteiligt sich an diesem Vorsorgeaufwand mit mehr als 50%. Eine betriebliche Altersvorsorge zahlt sich somit aus.

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