Berufsunfähigkeit: Wie hoch ist das Risiko eigentlich einzuschätzen?

BerufsunfähigkeitDie Berufsunfähigkeitsversicherung – notwendig oder nicht? Statistiken belegen, dass es jeden vierten Erwerbstätigen im Laufe seines Berufslebens treffen soll. Das zumindest ergibt sich aus den Daten der gesetzlichen Rentenversicherung. Hier sind jedoch auch Menschen versichert, die ein hohes Berufsrisiko zu tragen haben und Gesundheitsfragen werden auch keine gestellt. Die Statistik bezieht also auch Personen mit ein, die für eine BU normalerweise gar nicht infrage kämen. Bei der Ausübung eines normalen Berufs ist das Risiko also schon geringer, aber gebannt ist es deswegen noch lange nicht.

Gerade junge Menschen neigen dazu, die Gesundheitsrisiken falsch einzuschätzen. Viele junge Menschen wissen zudem gar nicht, dass es spezielle und deutlich günstigere Tarife für Schüler, Studenten und Auszubildende gibt. Oftmals wird auch einfach nur eine Unfallversicherung abgeschlossen in der Annahme, diese würde genügend Schutz bieten. Das ist jedoch nicht der Fall. Die Hauptursachen für Berufsunfähigkeit werden damit nicht abgedeckt, und die sind zu mehr als 30 Prozent psychischer Natur und zu 28 Prozent auf Erkrankungen am Bewegungsapparat zurückzuführen, wie aktuelle Studien zeigen.

Wann und wie leistet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Auch der typische Bürojob birgt Risiken, selbst wenn sich jene weniger aus möglichen Unfallursachen ableiten lassen. Ein typisches Beispiel für eine Krankheit, die vor allem bei Berufen auftritt, die überwiegend im Sitzen durchgeführt werden, ist der Bandscheibenvorfall. Darüber hinaus kann fortwährender Stress zum berüchtigten Burn-out-Syndrom führen. Die klassische Berufsunfähigkeitsversicherung deckt beide Bereiche ab, also sowohl des physischen als auch den psychischen. Voraussetzung dafür ist, dass vom Arzt eine Berufsunfähigkeit von mindestens 50 Prozent festgestellt wird. Als Basis der Beurteilung dient immer der Beruf selbst und nicht die Arbeitsfähigkeit im Allgemeinen. Ein großer Vorteil übrigens, denn die BU-Rente wird so auch dann noch ausgezahlt, wenn der Arbeitnehmer theoretisch in einen anderen Job wechseln könnte. In diesem Zusammenhang ist auf den Verzicht auf eine abstrakte Verweisung vonseiten des Versicherers zu achten. Dieser gehört bei den meisten Policen jedoch mittlerweile zum Standard.

Zur Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es mittlerweile auch eine Reihe an Alternativen, die zum Teil bestimmte Risiken absichern. Dazu gehören beispielsweise Dread-Disease-Versicherung für sehr schwere Erkrankungen oder die Grundfähigkeitsversicherung, die beim Verlust oder der Einschränkung wichtiger körperlicher Funktionen zum Tragen kommt. Die klassische Berufsunfähigkeitsversicherung stellt jedoch auch weiterhin das Top-Produkt dar und sichert den Versicherungsnehmer gegen finanzielle Engpässe, die infolge eines Unfalls oder einer Krankheit sehr schnell entstehen können, am effektivsten ab.

 

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