Die Immobilie als Kapitalanlage

Immobilie als KapitalanlageImmobilien sind als Sachwertanlagen insbesondere in Zeiten von Inflationsängsten sehr beliebt. Niedrige Zinsen sowie Krisenstimmung bilden dabei einen zusätzlichen Nährboden für das ungebrochen hohe Interesse an Betongold. Etwa sieben Millionen Deutsche besitzen eine Immobilie als Kapitalanlage. Erfahren Sie, welche Vorteile eine solche Anlage bietet und was es dabei zu beachten gibt.

Welche Vorteile eine Immobilie als Kapitalanlage verspricht

In Deutschland ist längst der Immobilien-Boom ausgebrochen. Neben den historisch niedrigen Zinsen ist es insbesondere die Angst vor der Staatschuldenkrise und einer möglichen Inflation die immer mehr Menschen zur Flucht in Immobilien als Kapitalanlage treiben. Diese können insbesondere mit folgenden Argumenten punkten:

  • Rendite

Eine gute Lage, Ausstattung, Grundriss und Zustand erhöhen die Vermietbarkeit und die Wahrscheinlichkeit hoher Wertzuwächse. Das Objekt gewinnt so an Attraktivität, was zu hohen Mieteinnahmen und Mietsteigerungen führt. Durchschnittlich beträgt die Rendite hierzulande 3,5 bis 5%. Hinzu kommt eine durchschnittliche Wertsteigerung bei regelmäßiger Instandhaltung von etwa 1,5 bis 2,5% jährlich.

  • Wertstabilität

Trotz dieser relativ hohen Rendite erweist sich eine Immobilie als langfristige Kapitalanlage zudem als krisenfest und inflationsbeständig. So sind die Objekte kaum Wertschwankungen unterworfen, weshalb sie sich besonders gut als Altersvorsorge eignen. Bei guter Lage tragen der Grundbedarf der Menschen nach Wohnraum, die Zunahme an Single-Haushalten oder auch die Zuwanderungsraten in Ballungszentren zum Werterhalt bei.

  • Steuerliche Begünstigungen

Eine Investition in Immobilien geht mit einigen steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten einher. So lassen sich Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten direkt als Werbungskosten ansetzen. Hinzu kommt die steuerliche Absetzung für Abnutzung (Abschreibung oder AfA). Bei Gebäuden unter Denkmalschutz kann gar der gesamte Sanierungsaufwand binnen zwölf Jahren geltend gemacht werden. Neben der Abschreibung können Sie auch etwaige Erhaltungs- und Verwaltungskosten sowie Darlehenszinsen von den Einnahmen abziehen. Auch sind Gewinne bei der Veräußerung im Anschluss an eine Haltedauer von mindestens 10 Jahren komplett steuerfrei.

Was Sie bei der Geldanlage in Immobilien berücksichtigen sollten

Sofern Sie zum Zwecke der Kapitalanlage den Erwerb einer Immobilie in Erwägung ziehen, sollten Sie folgende Aspekte beachten:

  • Lage

Bei der Auswahl der richtigen Immobilie sollten Sie in erster Linie auf den Standort achten. Ein Kauf lohnt sich insbesondere in Großstädten mit einer starken Wirtschaft, in denen hohe Löhne bezahlt werden und die eine gute Infrastruktur mit Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten, Schulen, Kitas und öffentlichen Verkehrsmitteln aufweisen. Hier stehen die Chancen gut, dass Sie die Immobilie in wenigen Jahren deutlich über Einkaufspreis verkaufen können. Uninteressant sind hingegen kleinere Städte, die einen Bevölkerungsschwund, hohe Arbeitslosigkeit und fallende Immobilienpreise aufweisen.

  • Baujahr

Bedenklich wird es unter diesem Gesichtspunkt vor allem bei Gebäuden aus den 60er und 70er Jahren. Diese weisen in der Regel einen hohen Wärmeverbrauch und keinen Schallschutz auf. Derartige Bestandsbauten ziehen oft hohe Renovierungskosten nach sich, die in der Folge die Rendite deutlich schmälern können. Bei jungen Gebäuden ist das exakte Alter nicht mehr ganz so wichtig, da diese grundsätzlich aufgrund gesetzlicher Vorschriften einen höheren Baustandard besitzen.

  • Mieter

Diese sind zu einem erheblichen Teil für den Erfolg und die Höhe der Rendite verantwortlich. Dabei ist der Vermieter von der pünktlichen sowie regelmäßigen Mietzahlung abhängig. Bereits der Wegfall von ein bis zwei Monatsmieten könnte die Rendite für ein ganzes Jahr zunichtemachen. Sollte sich der Mieter dauerhaft als säumiger Zahler erweisen, wird die Investition in die Immobilie schnell zu einem Verlustgeschäft. Denn neben Mietausfall und Nebenkosten können auch hohe Kosten im Zusammenhang mit einer Zwangsräumung entstehen. Von Bedeutung ist ferner auch die Ausgestaltung des Mietvertrages.

  • Art der Immobilie

Es versteht sich von selbst, dass sich mit leerstehenden Gebäuden kein Geld verdienen lässt. Bringen Sie in Erfahrung, um welche Art von Immobile es sich handelt und welchen Zweck diese erfüllt. Gebrauchte Wohnimmobilien sollten hinsichtlich der Bausubstanz genauestens begutachtet werden. Deutlich attraktiver ist ein Neubau, zumal Sie als Kapitalanleger in Sachen Umsetzung und Planung mitwirken können. Derartige Gebäude verfügen zumeist über eine gute Wärmedämmung und modernste Technik, wodurch sich höhere Mieteinnahmen generieren lassen. Als attraktiv können sich auch denkmalgeschützte Gebäude erweisen, zumal der Staat hier überdurchschnittlich hohe Steuervorteile gewährt. Zunehmende Beliebtheit erlangen auch neu fertiggestellte Pflegeimmobilien. Da nämlich die Bevölkerung immer älter wird und zunehmend auf fremde Hilfe angewiesen ist, steigt die Nachfrage nach Wohnungen und Heimen, die auf die Versorgung und Betreuung dieser Personengruppe ausgerichtet sind. Ferner ist eine solche Investition auch steuerlich interessant.

 

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