Die Pflegeimmobilie als Kapitalanlage

Pflegeimmobilie als KapitalanlagePflegeimmobilien werden vom Staat gefördert sowie refinanziert und sind als Kapitalanlage konjunkturunabhängig und renditestark. Experten zufolge, dürfte sich der Bedarf an Pflegeimmobilien bis 2050 verdoppeln. Erfahren Sie, worauf Sie bei dieser Form der Geldanlage achten sollten.

 

Bedarf an einer Pflegeimmobilie steigt unaufhaltsam

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen steigt kontinuierlich und mit ihnen auch der Bedarf an Pflegeplätzen. Laut dem vierten Altenbericht der Sachverständigenkommission, der im April 2002 im Auftrag der Bundesregierung erstellt wurde, werden bis 2020 etwa 5,1 Mio. Menschen hierzulande die Schwelle der 80 Jahren erreicht oder überschritten haben. Beachtliche 7,9 Mio. sollen es bis 2050 sein, was ungefähr einem Bevölkerungsanteil von 11% entsprechen würde. Aufgrund chronischer Krankheiten, die mit steigendem Alter stark zunehmen, werden viele Menschen auf fremde Betreuung angewiesen sein. Demnach dürfte die Zahl der Pflegebedürftigen von derzeit 2,4 Mio. bis 2050 auf ungefähr 4,6 Mio. anwachsen.

Geringes Angebot kann große Nachfrage nicht decken

Weil die Mehrheit der Pflegeheime in Deutschland 30 Jahre oder älter ist, werden in den kommenden 10 Jahren angesichts der steigenden Zahl an Pflegebedürftigen ungefähr 4.300 Pflegeheime renoviert oder neu gebaut werden müssen. Hiervon sind etwa 2.300 altersbedingt zu ersetzen und ca. 2.000 vollständig neu zu errichten. Weil die Pflegenachfrage durch immer mehr hochbetagte Menschen und das Pflegeangebot in Form von Pflegeimmobilien immer stärker auseinanderdriften, wird sich in Zukunft ein noch größerer Nachfrageüberhang einstellen. Die Pflegeimmobilien werden demzufolge voll ausgelastet sein und damit nicht zuletzt aufgrund der hohen Kosten für einen Pflegeplatz eine nachhaltig attraktive Rendite abwerfen. Diese ist dabei im Gegensatz zu anderen Kapitalanlagen wie Aktien oder Fonds von der gesamtwirtschaftlichen Situation und damit von der Konjunktur unabhängig. Schließlich altern die Menschen losgelöst von wirtschaftlichen Krisen. Konjunkturunabhängig zu sein bedeutet für Sie Gewinn und Sicherheit gleichermaßen.

Welchen Pflegeimmobilien eine staatliche Förderung zugute kommt

Ist eine Pflegeeinrichtung förderfähig, so erhält dessen Betreiber durch das Sozialamt die Gesamtkosten für die Pflege anhand eines bestimmten Aufteilungsschlüssels ersetzt. Grundsätzlich sind sämtliche Pflegeheime medizinischer Art förderfähig. Zu diesen gehören:

  • Stationäre Pflegeeinrichtungen
  • Hospize
  • Heime für Behinderte
  • Psychiatrische Anstalten

Nicht förderfähig sind hingegen Immobilien aus der Kategorie „Service Wohnen“ oder „Altersgerechtes Wohnen“. Als Voraussetzung für die Förderfähigkeit gelten:

  • Selbstständige Bewirtschaftung
  • Pflege durch Pflegepersonal und ausgebildete Fachkräfte
  • Ganztägige Betreuung und Pflege

Worauf Sie als Anleger achten sollten

Der Erfolg der Investition in eine Pflegeimmobilie ist im Wesentlichen von dem Betreiber der Einrichtung abhängig. Wichtig bei der Auswahl ist:

  • Mindestens eine Rendite von 4,00% sollte ausgeschüttet werden
  • Außerhalb der vorgeschlagenen Investition verfügt der Betreiber über nicht weniger als 1.000 Referenzbetten
  • Mindestens 10 Jahre Erfahrung in dem Segment der Pflege sollte der Betreiber schon mitbringen

Ferner sind klassische Standortfaktoren zu berücksichtigen:

  • Verfügt die Immobilie über eine gute Verkehrsanbindung und öffentliche Nahversorgung?
  • Wie steht es in der Stadt mit dem Verhältnis von Nachfrage nach Pflegeimmobilien und Pflegeangebot?
  • Befindet sich das Objekt in einer guten Lage?
  • Wurde das Objekt nach DIN-Norm 18025 errichtet?
  • Besitzen die Einzelzimmer ein eigenes Bad?
  • Beträgt das Verhältnis von Einzel- und Doppelzimmern nicht weniger als 80:20?

Fazit

Weil die Zahl der Pflegebedürftigen hierzulande ein nie gekanntes Ausmaß erreichen wird, gewinnen Pflegeimmobilien als Kapitalanlage zunehmend an Attraktivität. Wer dabei auf ein gefördertes Objekt setzt, kann sich angesichts der staatlichen Refinanzierung des Heimentgelts einer konjunkturunabhängigen, ansehnlichen Rendite sicher sein. Als Anleger muss jedoch geprüft werden, ob Standort sowie Betreiber eine Investition auch wirklich lohnen.

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