Irrtümer zum Thema Pflege

Da der Wunsch und die Wirklichkeit beim Thema Pflege oft weit auseinander driften und viele Menschen denken, ich bin noch jung und brauche mir keine Gedanken um eine entsprechende Absicherung zu machen, zeigen wir hier die größten Irrtümer zum Thema Pflege auf. Leider kann jeder zum Pflegefall werden, sei es durch Unfall oder Krankheit.

Irrtum Nr. 1 – Ich werde kein Pflegefall

Die Statistik belegt jedoch etwas anderen. Nach dem dreißigsten Lebensjahr werden 50 % der Männer und sogar 75 % der Frauen Pflegebedürftig.

Irrtum Nr. 2 – Ich werde von meiner Familie gepflegt

Durch die demographische Entwicklung und die Veränderung der Haushalts- und Familienstrukturen wird eine Pflege durch Angehörige immer schwieriger und unwahrscheinlicher. Außerdem möchten die meisten Menschen nicht durch Ihre eigenen Kinder gepflegt werden.

Irrtum Nr. 3 – Wenn ich gepflegt werde, dann nur kurz

Die durchschnittliche Pflegedauer beträgt bei Männern vier Jahre und bei Frauen fünf Jahre. Dieses belegt eine Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge. Dadurch belaufen sich die kosten schnell auf mehrere 10.000 €.

Irrtum Nr. 4 – Ich bezahle die Pflege selber

Da knapp jeder 6. Pflegebedürftige in Deutschland von der Sozialhilfe abhängig ist und die Sozialämter versuchen, sich das Geld bei Familienangehörigen in gerader Linie zurückzuholen, sind nur wenige wirklich in der Lage einen Pflegeplatz selber zu finanzieren.

Irrtum Nr. 5  – Pflegefall werde ich erst im hohen Alter

Es stimmt, dass das Risiko mit zunehmendem Alter steigt, aber auch durch Krankheit oder Unfall können junge Menschen pflegebedürftig werden. Schon heute ist jeder sechste Pflegebedürftige unter 65 Jahre alt.

Irrtum Nr. 6 – Die gesetzliche Pflegeversicherung reicht aus

Leider bei Weitem nicht! Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt nur einen Teil der Pflegekoste, sie hat den Charakter einer „Teilkasko“-Absicherung. Je nach Pflegestufe und Versorgungsart entsteht eine durchschnittliche finanzielle Versorgungslücke zwischen 450 und knapp 2000 € monatlich.

Fazit:

Die eigene Vorsorge zum Thema Pflegebedürftigkeit wird immer wichtiger, sei es um Familienangehörige finanziell zu schützen, oder das eigene Vermögen abzusichern. Je früher man anfängt, desto besser, da die Beiträge in jungen Jahren günstiger sind und sich somit höhere Leistungen darstellen lassen.

 

Quelle Foto: iStock_000010540746XSmall