Private Pflegeversicherung – Einen wesentlichen Schritt weiter gedacht!

Es ist seit Jahren ein offenes Geheimnis, dass die gesetzliche Pflegeversicherung nicht ausreichen wird, um im Alter jede Pflege finanziell abzudecken. Genauso wie Berufstätige in die Arbeitslosenversicherung einzahlen, werden ab 2013 automatisch 2 Prozent vom Lohn oder Gehalt für die Pflegeversicherung einbehalten. Bisher waren es 1,95 Prozent. Diese gehen jeweils zur Hälfte zu Lasten von Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Die geringe Geburtenrate und die gestiegene Lebenserwartung, man spricht vom sogenannten ‚Demografischen Wandel‘ stellen das gesetzliche Umlagemodell vor große Probleme. Eine private Zusatzvorsorge wird mehr und mehr unumgänglich, da die Pflegepflichtversicherung den Charakter einer Teilkaskoversicherung hat. Nicht alle Kosten sind abgedeckt.

Pflegebedürftigkeit im Alter trifft nicht nur andere

Medizin, Wissenschaft, Forschung und Technik haben in den letzten fünfzig Jahren einen Quantensprung hingelegt. Laut ‚Statistischen Bundesamt‘ steigt die Lebenserwartung bei Männern auf durchschnittlich 77 Jahre und 9 Monate. Bei Frauen sogar auf 82 Jahre und 9 Monate. Tendenz steigend. Die Einzahlung der Renten- und Sozialbeiträge bis zum 67. Lebensjahr reichen schon lange nicht mehr aus um diese Entwicklung finanziell aufzufangen. Die private Pflegezusatzversicherung kann eine zusätzliche Stütze fürs Alter sein. Einige Versicherungsunternehmen bieten eine Aufstockung der Pflegepflichtversicherung an, und darüber hinaus. Für Experten steht fest, dass ein neuer ‚Pflegebegriff‘ nötig wird. Nämlich die gleichberechtigte Behandlung geistiger und körperlicher Gebrechen. Wer Sicherheit im Pflegefall haben will sollte sich genauestens informieren.

Eine perfekte Ergänzung

Pflege im Alter kostet Geld. Wie viel Geld, bestimmt die Art und Weise der Betreuung. Kann die Pflege zuhause stattfinden, oder bedarf es einer stationären Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung. In jedem Fall können gebildete Rücklagen schnell aufgebraucht sein. Ab dem Zeitpunkt müssen Angehörige oder die öffentliche Hand einspringen. Das Angewiesen sein auf Sozialhilfe ist die Folge. Um diesen ‚Worst Case‘ zu vermeiden, sollten Sie drei Absicherungen eines möglichen Pflegerisikos ins Auge fassen. Die Pflegerentenversicherung, die Pflegekostenversicherung und die Pflegetagegeldversicherung.

Die Leistungen

Die Pflegerentenversicherung ist eine Zusatzversicherung, die monatlich pflegekostenunabhängig eine fest vereinbarte Summe auszahlt. Die Beitragspflicht endet mit Beginn der Rente. Die Pflegekostenversicherung hat zwei unterschiedliche Ausgestaltungen, deren Leistung aber nie die tatsächlichen Kosten des Kostenausgangspunktes übersteigt. Die am häufigsten gewählte Form einer privaten Pflegezusatzversicherung ist die Pflegetagegeld-Variante. Im Pflegefall und nur dann bekommt der Versicherte ein zur freien Verfügung stehendes Tagegeld. Ohne Kosten nachweisen zu müssen. Diese Versicherungsvariante wird meistens von privaten Krankenversicherungen angeboten.
Es kann nie früh genug sein, alle Eventualitäten die beim Älterwerden entstehen können, mit kluger Weitsicht zu begegnen. Der Abschluss einer privaten Pflegeversicherung gehört dazu!

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